JB Beck: Vielfalt in Stimme und Schauspiel
Einige Bilder und Kritiken aus 24 Jahren Schauspiel.
Bilder aus ausgewählten Inszenierungen – Kritiken weiter unten.
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Einige Auszügen aus Kritiken
Don Camillo & Peppone
MainEcho
… Zum Gelingen aber trugen vor allem Rollenbesetzung und Personenführung bei. Da ist beispielsweise Smilzo, der Dorfdepp; aber Joachim Beck stellt ihn nicht bloß oder chargiert, sondern er gestaltet eine fast rührende Studie eines schwerhörigen Mannes, der sich bemüht, allen Ansprüchen gerecht zu werden, es aber nie schafft. …
MainPost
… Mit Szenenapplaus bedacht auch der brillante Auftritt von Joachim Beck in der extrem schwierigen Rolle des Dorftrottels Smilzo. …
Schweig Bub
MainPost
… Achim Beck spielt Vater Hans mit überzeugender Kraft. Seine realistische Darstellung des unzufriedenen Biedermanns, der sich sein Leben schön säuft und zu Gewaltausbrüchen neigt, macht in manchen Szenen beklommen. …
Die Physiker
MainPost
Mit Oskar Vogel, Hebert Ludwig und Achim Beck hat die Inszenierung drei Schauspieler, die als Erzkomödianten im zweiten Teil auch mühelos den Sprung ins Ernsthafte schaffen und Dürrenmatts Intention, aus der Komödie für einen Moment das Tragische aufscheinen zu lassen, höchst plausibel sichtbar machen.
Leporello
Stets nahe an Dürrenmatts Vorlage bleibend bewältigt Hermann Drexlers Inszenierung grandios die schwierige Gratwanderung zwischen Komik, Groteske und bitterböser Politfarce. Die Schauspielleistungen des Ensembles beeindrucken durch größtmögliche Hingabe. Riesenapplaus! Unbedingt anschauen!
Dinner für Spinner
MainPost
Zwischen ehrlicher Hilfsbereitschaft und tumber Bauernschläue zeichnet Joachim Beck diesen biedren Beamten, der hinter seinem ausgefallenen Hobby eine tiefe Menschlichkeit verbirgt, die sich in ihrer tragischen Dimension dann zeigt, als er den wahren Grund der vermeintlich großzügigen Dinner-Einladung erfährt.
Zweifellos das schauspielerische Glanzstück des Abends für Beck, der bereits beim genussvoll zelebrierten Konfiserie-Verzehr für sein komödiantisches Talent reichlich Szenenapplaus einheimste.
Fränkische Nachrichten
Bieder steckt Pignon in einem stumpf braunen Anzug, die abgewetzte Aktentasche unter dem Arm lächelt er verlegen, er schaut ein wenig treudoof drein, ein wenig unterwürfig, und wenn er sich daneben benimmt, was oft passiert, so einer lässt kein Fettnäpfchen aus, gibt er sich, auf der Sofakante hockend, jungenhaft zerknirscht. Seine bestimmende Eigenschaft ist die, ein gutmütiger Trottel zu sein. … Der unbeholfene, beflissene Trottel platzt in das kalkulierte Leben des gewandten Verlegers und sorgt für allerlei Verwicklungen. Die letztlich daraus resultieren, dass Pignon – was Beck wunderbar herausarbeitet – eine schillernde Figur ist. Er scheint kein besonders denkbegabtes Wesen zu sein, besitzt nicht den profitorientierten Scharfblick seinen Gegenspielers Brochant, doch was ihm an intellektueller Stärke abgeht, macht er durch Einfühlungsvermögen wett. … der Typ Pignon entwickelt sich in Becks feinfühliger Rollenausgestaltung zu einem mitfühlenden, sich einfühlenden, mitleidenden Menschen, … Unter Pignons Maske schillert es, die Gediegenheit bricht auf, wobei sich die Figur des Finanzbeamten dank Becks schauspielerischem Geschick in jedem Moment selbst treu bleibt. … „Dinner für Spinner“ ist lustig auf Grund der von Pignon verursachten Verwicklungen – und es besticht durch das, was Beck aus seiner Figur heraus entwickelt. Gleichermaßen motiviert der Schauspieler die Entwicklung des Verhältnisses zwischen ihm und Brochant, das , zumindest von Seiten des Finanzbeamten, ein immer intimeres wird. Dass die zwei nicht voneinander loskommen liegt vor allem an Pignon. Gefühlsschwangeres vermag Beck von sich zu geben, ohne dabei rührselig zu wirken. So klingt es in keiner Weise aufgesetzt, wenn der zu dem verlassenen Brochant tritt und sagt: „Ich fühle von ganzem Herzen mit Ihnen!“ …
… Wenn am Ende Pignons Weltbild erschüttert wird, als er erfährt, dass er ursprünglich als Idiot ins Haus seines neu gewonnenen Freundes geladen wurde, vermag Beck einen Grad an todtrauriger Verletztheit darzustellen, der in keinem Augenblick peinlich berührt. Dass am Ende die Tollpatschigkeit den Sieg davonzutragen scheint, hat nichts zu besagen – die Komödie ist dem Zuschauer eine Pointe schuldig.
MainEcho
… Joachim Beck ist in dieser Rolle wunderbar; sein heiterer Redefluss versiegt nur, wenn er den Genuss süßer Sachen zelebriert und sich dabei sein rundes Gesicht verklärt. …
Warten auf Godot
MainPost
…Und das Warten hat sich gelohnt – im doppelten Sinn. Drexler hat sich … mit Herbert Ludwig, Achim Beck, Markus Grimm und Thomas Lazarus eine Top-Besetzung zusammengestellt. Und eine rhytmisch fein nuancierte Inszenierung vorgelegt, die mit diesen Darstellern das Groteske, Clowneske und Slapstickhafte des Textes betont. … Wladimir und Estragon sind in seiner Inszenierung keine Modelle, sondern realitätsnahe, lebensechte Vagabunden mit unverblümter Direktheit und emotionaler Tiefe. Der Estagon von Achim Beck ist ein tölpelhafter, oftmals tumber und lautstarker Tor, einer der des Wartens müde ist und doch nicht die Energie aufbringt, sich von seinem Kompagnon zu trennen. … Das Warten geht also weiter für Becketts Figuren. Und auch die Zuschauer „machen weiter, immer weiter, immer weiter“. Doch nicht mit dem verbissenen Ernst jenes Fußball-Torwarts, sondern mit dem heiteren Bewusstsein der zeitlichen Endlichkeit unseres Tuns, welches Hermann Drexlers extrem kurzweilige, manchmal überschäumende Interpretation mit spielerischer Leichtigkeit wie im Vorbeigehen mitliefert.
Ingeborg
MainPost
… Ihr Mann, dargestellt von Achim Beck, gibt langsam seine Rolle des großen, pedantischen Gelehrten auf und zeigt sich von seiner hilflos verliebten Seite: Fabelhaft, wie sich seine durchstrukturierten, mit Fremdwörtern gespickten Sätze immer mehr in den Konstruktionen verheddern uns sich in der im dritten Akt gereichten Erdbeerbowle verlieren. …
Gretchen 89 ff
MainPost
Erstens: Ein Lehrstück. Zweitens: Erwarte bloß keiner den „Faust“ hier zu sehen. Drittens: Faust 1, Seite 89 fortfolgende, auch „Kästchenszene“ genannt, lässt sich auf vier Sätze zusammenstreichen: Schwül ist es, irgendwie. Mutter ist weg. Toller Mann. Ach, wir Armen. Und den Satz „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ können die Zuschauer nach diesem Theaterbesuch garantiert auswendig. Das Chambinzky spielt „Gretchen 89 ff“ – und das Publikum braucht Taschentücher für die Lachtränen. … Die beiden Chambinzky-Schauspieler hüpfen virtuos von einem Stereotyp zum nächsten und sorgen dafür, dass es auf der Bühne alles wird, nur nicht schwül und dumpfig.
MainEcho
… Ihr männlicher Gegenpart ist Joachim Beck, und der musste schon stärkere Komödiengeschütze auffahren, um die Lachmuskeln zu strapazieren. Schon zu Anfang wuselt er in gebückter Haltung und Arbeitsmantel als Requisiteur über die Bühne, von „Kunst“ in keiner Weise angekränkelt. Als Regisseur läuft er dann zur Hochform auf; als alter, selbstverliebter „Haudegen“ im Trachtenanzug, als wienerischer Lustmolch in weißem Sakko, als Freudianer mit Zopfperücke und Walkman schlüpfte er zum Vergnügen der Zuschauer in extreme Rollenprofile. Wenn er dann zum Schluss als männliches Gretchen ratlos sagt: „ich weiß auch nicht …“, dann amüsiert sich das Publikum köstlich, … Jubelnder,langer Beifall nach der Premiere!
Die fetten Jahre sind vorbei
MainPost
… Achim Beck gibt seinem Hardenberg die rechte Mischung von geschäftsmäßiger Abgebrühtheit und einer schlichten Menschlichkeit, die verhindert, ihn in der Rolle des „Gegners“ zu belassen. Ein ausgesprochen spannender Theaterabend …
Indien
Die Nummer
… Sein Gegenstück war Achim Beck als schwerfälliger, langsamer, wortkarger, etwas schlampiger Heinzi Bösel von rundlicher kräftiger Statur, der stets um die richtigen Worte ringt, in seinem derben Wienerisch. Aber hinter seiner polternden Fassade verbirgt sich ein mitfühlender Character, auch wenn er das nur wenig zeigen kann. …
Das Haus in Montevideo
MainEcho
… Achim Beck gab glaubhaft einen immer verbindlichen Pastor mit durchaus eigener Meinung …
Räuberbande
MainPost
… Voller Hass und Furcht vor ihrem selbstgefälligen, sadistischen Ex-Lehrer Mager – hervorragend widerwärtig Joachim Beck … Sämtliche Schauspieler sind hervorragend. Sie spielen intensiv, unaffektiert, mit gut sitzenden Stimmen …
Der Herr Ornifle
MainPost
… Achim Beck beweist als ausgefuchster, aber immer sympathischer Freund und Gönner Machtu einmal mehr sein Können, ohne sich damit in den Vordergrund spielen zu wollen. Die Idee, den als Schrotthändler reich gewordenen Impresario mit gehörigem Wiener Schmäh säuseln und granteln zu lassen, hat bestechenden Charme. …

